Im Außenbereich und in Kaltställen tritt nach einer Frostnacht im Winter oft das Problem von zugefrorenen Tränken auf. Die Rinder müssen dann mit einem Schlauch getränkt werden, bis die Temperaturen wieder steigen und die Leitungen auftauen oder man mit viel heißem Wasser und Zeit den Wasserfluss wieder erreicht hat. Zunehmend wird die Tränke elektrisch geheizt, die Zuleitung im Boden nicht. Dann friert die Leitung ein und die Wasserversorgung wird lahm gelegt.
Wasserbedarf
Wasser ist das mit Abstand günstigste Futtermittel. Es muss den Rindern jederzeit zur Verfügung stehen. Für ausgewachsene Rinder bei Temperaturen unter 5 Grad sollten zwischen 20 bis 40 Liter pro Tag zur Verfügung stehen. Damit die Rinder im Kaltstall diese Mengen auch aufnehmen können, müssen die Leitungen entsprechend ausgelegt sein und Tränken im Stall entsprechend der Tierzahl zur Verfügung stehen. Die Nennweite der zuführenden Leitungen sollte bei mindestens 1 Zoll liegen.
Wasserzufuhr bei Frost sicherstellen
Die vorausgegangenen Erläuterungen geben erste Hinweise auf eine einwandfreie Versorgung im Winter. Die Zuleitungen sollten im frostfreien Erdreich liegen oder entsprechend isoliert sein. Bei heizbaren Becken sind die elektrischen Leitungen vor Verbiss zu schützen. Kostengünstig ist eine Lösung zur Regelung der Beheizung über einen Thermostat, der für einwandfreie Ein- und Abschaltung in Abhängigkeit von der Temperatur sorgt. Der Trafo für die Stromversorgung bleibt in der Regel aber am Netz. Bei einer Leistungsaufnahme bis maximal 10 Watt ergeben sich hierfür jährliche Energiekosten von 6 bis 10 Euro.
Zu empfehlen ist ein Kippschalter am Trafo, damit lässt sich die Heizung in der frostfreien Jahreszeit ganz ausschalten.
Ein Marktüberblick über die verschiedenen Ansätze
Für die Wintersaison bieten sich viele verschiedene Anbieter mit unterschiedlichen Lösungsansätzen an. Wir beschränken uns in unserer Übersicht auf einige Tränken mit Frostschutzsystemen für Temperaturen bis zu minus 30 Grad, was in unseren Breitengraden einen realistischen Wert darstellt. Hierbei werden unterschiedliche Grundformen angeboten. Bei einer direkten Versorgung
mit einer frostsicheren Wasserleitung kann im Außenbereich ein Einfrieren durch eine einfache manuelle Lösung verhindert wer-den. Hier bietet sich zum Beispiel ein Balltränkesystem an.
Für noch höheren Frostschutz bei Außentemperaturen über minus 15 Grad kann über ein thermostatgesteuertes, separates Heizsystem ein Frostschutz bis minus 30 Grad Außentemperatur gewährleistet werden. Hier werden Klappensysteme, Systeme mit Schwimmerventil oder beheizte Tränkebecken angeboten.
Hier geht es zu den:
Ballsysteme
Schwimmertränken
Zungentränken
Pendelsysteme
Klappensysteme